Stoppenberg und Katernberg
Rund um Zollverein
Die Zeche Zollverein ist das Symbol der Kulturhauptstadt 2010. Aber wie sieht es eigentlich drumherum aus? Selbst für alteingesessene Essener sind Stoppenberg und Katernberg oft unbekanntes Gebiet.
Es ist einer dieser Dezembertage. Feucht. Trübe. Und im Dämmerlicht sieht man der Zollverein kaum an, dass es mit PACT, Design- und Ruhrmuseum ein Zentrum der Kreativwirtschaft ist. Mit den schlichten Backsteinwänden und dem weit sichtbaren Fördergerüst wirkt die Architektur von Schupp und Kremmer wieder wie echte Industrie. Vielleicht der richtige Tag, um von einem ehemaligen Bergmann zu hören, wie es früher hier war.
Gerhard Greiwe führt zuallererst in den "Hobbyraum" des Hauses. Das kleine Zimmer im oberen Stockwerk teilen sich die Puppen seiner Frau mit der beeindruckenden Grubenlampensammlung des 67-Jährigen. "Hier in Stoppenberg hatten Sie ja damals überhaupt keine Chance auf eine Wohnung, wenn Sie nicht auf Zollverein arbeiteten", erzählt der Rentner. "Und eine Stelle zu bekommen, das war schwierig." Ein echtes Privileg sei das gewesen, weil die Bergleute immer gut versorgt waren - und die auf Zollverein insbesondere. Greiwe ist seiner Zeche bis heute treu geblieben: "Ich bin froh, dass der Schacht 12 noch steht. Wenn wir an PACT vorbeigehen, kann ich so sagen, : ‘Guck mal, wo heute die Hupfdohlen sind, da war früher mal mein Büro.'"
Lesen Sie auf der nächsten Seite, was Hans Peter Leymann-Kurtz und Tochter Lisa an Katernberg schätzen.
PRINZ PRINZ Festivalguide 2013
Highlights, Tipps, Rückblicke uvm. Welches Festival ist Dein Festival? Wir haben alle Fakten gesammelt, um diesen Musiksommer unvergesslich zu machen.









