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Die verspielten Verführer

Erfolg bei den Frauen - das ist keine Frage des Aussehens. Die Flirttrainer Maximilian Pütz und Robert Bednarek wissen: Jeder kann es schaffen - mit den Tricks der Profispieler (und die sollten Frauen auch kennen...)


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Vor vier Jahren hat sich Maximilian Pütz ein ungewöhnliches Ultimatum gesetzt: Innerhalb eines Jahres, so sein Ziel, wollte er sich von einem "normalen Typen" in einen Playboy verwandeln. In einen, der mutig genug ist, auf eine fremde Frau zuzugehen - ohne Angst vor einem Korb, ohne Angst davor, von seinen Freunden für eine Niederlage ausgelacht zu werden. Der Grund: Seine langjährige Freundin hatte den gelernten Schauspieler mit der rauen Stimme und dem Schmollmund "hart abserviert". Das sollte sich nicht wiederholen.

Vom Normalo zum Flirtprofi: Für dieses Experiment gibt es eine Reihe von Vorbildern aus den USA, die sich "Pickup-Artists" (PUAs), zu Deutsch "Aufreiß-Künstler", nennen und unter Pseudonymen wie "Mystery" oder "David deAngelo" auftreten. Einer der Stars dieser Flirt-Spieler ist US-Journalist Neil "Style" Strauss. Einst ein blasser, schmächtiger Mann mit sich ausdünnenden Haarbüscheln auf dem Kopf, dem Frauen keine Beachtung schenkten. Heute ein glatzköpfiger Womanizer und beliebter Vorzeigekandidat in amerikanischen TV-Talkshows. Die Metamorphose vom Loser zum modernen Casanova hat Strauss in seinem Bestseller "The Game" beschrieben. Von "Style" bis "Mystery", jeder Verführungs-Botschafter hat andere Strategien zur Eroberung von Frauen, die er wie einen geheimen Schatz hütet - und in teuren Seminaren an den Mann bringt. Einzig in einem Punkt sind sich die Flirtexperten einig: Egal ob kahlköpfig, schüchtern oder korpulent, jeder kann es schaffen.

So wie Maximilian Pütz. Obwohl der Plan des Wahlkölners zunächst nicht aufzugehen schien. "Es war furchtbar. Fünf bis sechs Abende die Woche bin ich alleine in Discotheken gegangen und", so gibt er zu, "stand nur rum." Doch dann: die Wende. Pütz traut sich, es läuft. Seine Erkenntnisse, etwa "Behandelt die Frauen nicht besser als eure Freunde!", die er im Online-Tagebuch "Joker-Penthouse" offenbart, machen andere Männer neugierig. Bald erhält er die ersten Anfragen per E-Mail, ob man denn nicht einmal miteinander weggehen könne. Pütz als Co-Pilot im Flirt-Anflug. In der PUA-Sprache nennt man jemanden, der beim Flirten assistiert, auch "Wingman", nach dem Film "Top Gun" mit Tom Cruise.

Schauen Sie sich die Tricks von Maximilian Pütz als Videocoaching an.
Teil 1: The Art of Smalltalk




Mittlerweile ist es teuer geworden, mit dem 29-Jährigen gemeinsam wegzugehen. Pütz nennt sich "Joker". Er hat sich seine Fingernägel schwarz lackiert, trägt schwarze Hüte und weiße Sakkos, die an einen Dandy erinnern. Hauptberuflich arbeitet er als Flirttrainer für die Firma Progressive Seduction. An die 600 Euro kostet zum Beispiel sein Wochenend-Seminar "Project Nighthunter", in dem er kontaktscheue Männer durch Bars und Clubs begleitet, sie motiviert und als Trainer ihre Fehler korrigiert.

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