Kino

Ringlokschuppen


Am Schloß Broich 38, Mülheim an der Ruhr


Tel. 02 08/99 31 60 , Fax. 02 08/99 31 613


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So. 26. Mai 15:30 Uhr Mama Muh und die Krähe
Kinder
 
Mi. 29. Mai 20:30 Uhr Dirt Honkers
Indie/Electro
 
Do. 20. Jun 17 Uhr Chez Icke
Bühne
 

Jede Zeit braucht ihre eigene Gegenästhetik und den Ort, wo sie sichtbar wird. Der Ringlokschuppen in Mülheim profiliert sich als Spielort für eine neue Generation von freien Theatermachern, die sich nicht mehr als Darsteller, sondern als Performer verstehen. In Wort und Bild müllen sie die Bühne zu.

Eigentlich fing alles ganz harmlos an. "Machen wir die Dinge so weiter wie bisher, oder muss sich einfach grundsätzlich etwas ändern?", fragte sich Holger Bergmann. Für den künstlerischen Leiter des Mülheimer Ringlokschuppens und sein Team wuchs sich diese Frage im Vorfeld des Kulturhauptstadtjahres RUHR.2010 schnell zum selbst gestellten Arbeitsauftrag aus. Unter dem Motto "Aufstand gegen die Wirklichkeit" ging es plötzlich darum, mit einer programmatischen Neuausrichtung des Theaterhauses auf eine veränderte Außenwelt zu reagieren.

Vielleicht lag es an der bunten Programmvielfalt der Kulturhauptstadt, dass das neue Profil im vergangenen Jahr noch nicht so recht sichtbar wurde. Um so massiver drängen im Februar neue Gruppen mit neuen ästhetischen Ansätzen auf die Bühne des Ring - lokschuppens. Unter dem Titel "Deutscher Propeller" beschreiben "Realtime Research" als musikalische Farce, wie sich das Gedankengut von Neo-Nazis in den Alltag einschleicht und dieser fast zwangsläufig auf eine Katastrophe zusteuert. "Galactic Gigolo" erzählt eine immer abstruser werdende Geschichte von Sex und Liebe. Doch damit nicht genug: Während sich Wirklichkeit und Fiktion wie im Mixer immer wüster ineinander verquirlen, müllt das Performance-Kollektiv Skart die Bühne mit ebenfalls immer abstruseren Requisiten zu. Und dann noch die Produktion "Orlac Hand Out" von "Copy & Waste", die eher assoziativ auf den Stummfilm "Orlacs Hände" von Robert Wiene anspielt. Rasend schnell weitet sich die Grundsituation des Films - ein Pianist verliert seine Hände, und ihm werden die eines Mörders transplantiert - zu einem Szenario aus, in dem Prothesen und Menschmaschinen scheinbar inhaltslos die Hauptrolle spielen.

Was all diese freien Produktionen miteinander verbindet? Holger Bergmann: "Wir sehen hier neue Theatermacher, die nicht mehr die klassischen Rollen spielen, sondern sich als Performer verstehen und dabei kollektiv und interdisziplinär arbeiten." Dass diese neue performative Kunst den Zuschauer durchaus ratlos machen kann, räumt er ein: "Aber auf der Bühne entstehen so sehr provokante und manchmal auch einfach nur richtig geile Bilder."

Udo Ernst

Öffnungszeiten Biergarten / Kneipe / Cafe / Öffnungszeiten : Montag 19:00 - 1:00 Uhr Donnerstag Küche bis 23:00 Uhr Freitag 19:00 - 3:00 Uhr Samstag Küche bis 24:00 Uhr Sonntag Brunch ab 10:30 Uhr u. Küche 18:00 bis 1:00 Uhr
E-Mail-Adresse info@ringlokschuppen.de
Web-Adresse http://www.ringlokschuppen.de
Haltestelle H: Schloss Broich
 
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